Degressive AfA 2020/2021 – Umsetzung Konjunkturpaket

Am 12.06.2020 hat das Bundesfinanzministerium das Konjunkturprogramm bekannt gegeben (Zweites Corona-Steuerhilfegesetz):

Um­set­zung des Kon­junk­tur­pa­kets – Mit Zu­ver­sicht und vol­ler Kraft aus der Kri­se

Ein Baustein – u.a. neben der USt-Absenkung – ist die (Wieder-)Einführung der degressiven Abschreibung für Anschaffungen von „beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens“ aus den Jahren 2020 und 2021. (In diesem Sinne auch rückwirkend innerhalb des Kalenderjahres.)

Der Höchstsatz der degressiven AfA beträgt 25% und sie darf maximal das 2,5-fache der regulären/linearen AfA betragen.

Wenn man auf diese Parameter schaut, dann entfaltet die AfA also bei (beweglichen) Wirtschaftsgütern (des Anlagevermögens) mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren die höchste Wirkung – es kann der Höchstsatz an AfA, also die 25% geltend gemacht werden.

Auf diese Weise kann in den ersten 4 Jahren statt 40% (lineare AfA) über 68% amortisiert werden.

Dies ist natürlich attraktiv für Unternehmen, die niedrigere Gewinne zeigen wollen (sei es, weil ein überdurchschnittlicher Geschäftserfolg nicht so sehr ins aktuelle Bild passt, sei es auch aus anderen Gründen (Zuschüsse, Ausschüttungssperre)) oder die Investition schneller amortisieren müssen (Wertentwicklung des Investitionsobjektes passt nicht zur offiziellen AfA-Tabelle). Unter bestimmten Bedingungen kann auch Leasing sinnvoll eingebunden werden (z.B. Off-Balance nach HGB oder wenn Miete statt AfA in der GuV gezeigt werden soll.)

Anmerkung: Dies ist lediglich ein potenzieller Vertriebsansatz auf Basis einer Veröffentlichung des BMF und stellt keine steuerliche Beratung dar, keinesfalls kann hierdurch eine solche ersetzt werden. Dieser Beitrag richtet sich an Mitarbeiter in Banken und Sparkassen. Wenn Sie ein Unternehmer oder Unternehmen sind, so konsultieren Sie Ihre Buchhaltung bzw. Ihren Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.

Veröffentlicht von Thies Lesch, LL.M.

Thies Lesch (Baujahr 1972) studierte, nach Bankausbildung und Weiterbildung zum Handelsfachwirt, Betriebswirtschaft an der Fernuniversität in Hagen und schloss mit den Vertiefungen Bankbetriebslehre und Wirtschaftsinformatik als Diplom-Kaufmann ab. Mit einigen Jahren Abstand folgte in 2016 der Master of Laws in Wirtschaftsrecht an der Hamburger Fernhochschule HFH mit den Vertiefungsschwerpunkten Arbeitsrecht, Mediation und – als Abschlussthema – Kreditrecht. Die Masterarbeit „Negative Zinsen und das Kreditgeschäft: Rechtliche Herausforderungen für Banken in Deutschland“ wurde vom SpringerGabler-Verlag in das BestMasters-Programm aufgenommen und erschien im Januar 2017 als Fachbuch. Die über 25 Jahre Berufserfahrung erstrecken sich in verschiedenen Rollen und (Führungs-)Funktionen weitgehend auf das Firmenkunden(kredit)geschäft und nationale wie internationale Spezial-/Projektfinanzierungen. Thies Lesch ist ein ausgewiesener Experte in Vertriebsmanagement und Vertriebssteuerung mit ausgeprägter strategischer Kompetenz und hohen Change-Management-Skills. Sein Interesse gilt der Systematisierung im Vertrieb, der potenzialorientierten Marktbearbeitung und der Zukunftsfähigkeit des Produktangebotes von Banken und Sparkassen.

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