Preisbildung – vom Blog zum Buch

Heute schreibe ich mal einen Beitrag in eigener Sache. Hierzu freu ich mich ganz besonders über Feedback und weiterführende Anregungen.

Ich möchte aus den bisherigen Blogbeiträgen ein Buch erstellen. Die Idee ist, dass es Menschen gibt, die lieber etwas in einem Buch nachschlagen, als online in älteren Einträgen zu suchen. Gleichfalls gibt es sicherlich Menschen, für die die Inhalte der Blogeinträge interessant sind oder interessant sein sollten, ohne dass sie bisher darauf gestoßen sind.

In diesem Sinne geht es also um eine Zweitverwertung oder Zweitvermarktung der Inhalte meines Blogs, die aber auch gleichzeitig reichweitenerhöhend sein soll. Meine Vorstellung ist, dass sich die Blog Inhalte in eine Art Jahresband überführe und so einen möglichen Grundstein für eine potentielle Fortsetzung lege.

Das Erstellen des Buches führt zu einmaligen Fixkosten in Höhe von X.

Das Buch wird physisch und elektronisch zur Verfügung gestellt und ich erhalte eine Umsatzprovision je verkaufter Einheit von Y.

Als Nebenbedingung möchte ich unter dem Strich kein Geld in den Sand setzen, ein Nettogewinn ist nicht beabsichtigt. Die Vermarktungsbemühungen rund um das Werk werden vom Verkaufspreis unabhängig sein.

Die spannende Frage ist jetzt: „Mit welchem Preis kann ich mein Ziel am besten erreichen?“

Für einen eher niedrigen Preis („Taschenbuch“) spricht:

  • die Inhalte des Blogs selbst sind jederzeit kostenfrei lesbar, warum also dafür etwas oder gar viel bezahlen?
  • Ein niedrigerer Preis führt zu einer niedrigeren Kaufhemmschwelle, selbst ein Fehlkauf tut nicht weh.
  • Bei einem niedrigen Preis kann ich es auch in meinem Team, oder im Kollegenkreis, gut verteilen bzw. verschenken

Für einen eher höheren Preis („Hardcover“) spricht:

  • eine Aufmachung mit Hardcover ist wertiger und entspricht eher dem gemeinen Bild eines Sachbuches
  • Qualität hat ihren Preis; wenn es teurer ist, wird es wohl auch besser sein
  • wenn ich es gezielt verschenken will, ist es ein attraktiveres Geschenk als ein Taschenbuch
  • ein Hardcover-Buch stelle ich mir auch mal ins Regal, Taschenbücher verschwinden bei mir eigentlich immer, nachdem ich sie gelesen habe.

Jetzt bitte ich um ihren Input und ihre Meinung. Für welche Preisrichtung – und warum – sollte ich mich Ihrer Meinung nach entscheiden?

Herzlichen Dank,

Ihr

Thies Lesch, LL.M.

Veröffentlicht von Thies Lesch, LL.M.

Thies Lesch (Baujahr 1972) studierte, nach Bankausbildung und Weiterbildung zum Handelsfachwirt, Betriebswirtschaft an der Fernuniversität in Hagen und schloss mit den Vertiefungen Bankbetriebslehre und Wirtschaftsinformatik als Diplom-Kaufmann ab. Mit einigen Jahren Abstand folgte in 2016 der Master of Laws in Wirtschaftsrecht an der Hamburger Fernhochschule HFH mit den Vertiefungsschwerpunkten Arbeitsrecht, Mediation und – als Abschlussthema – Kreditrecht. Die Masterarbeit „Negative Zinsen und das Kreditgeschäft: Rechtliche Herausforderungen für Banken in Deutschland“ wurde vom SpringerGabler-Verlag in das BestMasters-Programm aufgenommen und erschien im Januar 2017 als Fachbuch. Die über 25 Jahre Berufserfahrung erstrecken sich in verschiedenen Rollen und (Führungs-)Funktionen weitgehend auf das Firmenkunden(kredit)geschäft und nationale wie internationale Spezial-/Projektfinanzierungen. Thies Lesch ist ein ausgewiesener Experte in Vertriebsmanagement und Vertriebssteuerung mit ausgeprägter strategischer Kompetenz und hohen Change-Management-Skills. Sein Interesse gilt der Systematisierung im Vertrieb, der potenzialorientierten Marktbearbeitung und der Zukunftsfähigkeit des Produktangebotes von Banken und Sparkassen.

6 Kommentare zu „Preisbildung – vom Blog zum Buch

  1. Hallo Herr Lesch, vor einer Preis-Richtungsentscheidung steht m.E. die genaue Definition des Mehrwerts eines gedruckten Blogs. Als Nachschlagewerk müsste er thematisch strukturiert, mit Register versehen sein. Am Besten noch mit ausführlichen, zusätzlichen Quellenverweisen und weiterführenden Tipps zu Quellen (sofern diese überwiegend in URL-Form sind, bietet sich dann zusätzlich ein eBook an). Ein Begriffslexikon in der Veröffentlichung wäre auch ein Mehrwert. Der größte Mehrwert wäre ein thematisch rundes Buch, in den die Blogbeiträge als Exkurse, Fallbeispiele, etc. eingehen. Wenn diese (oder andere) Mehrwerte da sind, kann es auch Hardcover sein …
    Beste Grüße Gunnar Geyer

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    1. Lieber Herr Geyer,

      herzlichen Dank für Ihr Feedback!
      – Die thematische Strukturierung kann ich versprechen,
      – Quellenverweise sind vorhanden, in der Tat zumeist als Link.
      – eBook wird es in jedem Fall zusätzlich geben
      – Mit dem Begriffslexikon hadere ich noch (wo fange ich an/wo höre ich auf), zumal sich das Buch an eine eng abgegrenzte Zielgruppe richtet
      – Die Fallbeispiele wird es nicht geben: Die konkrete Situation vor Ort ist dann doch im Detail wieder unterschiedlich und mir geht es in den Beiträgen gerade um die „Flughöhe“ in der sich die Muster und Gemeinsamkeiten erkennen lassen. Davon ab sind natürlich in einigen Beiträgen Beispiele zur Veranschaulichung eingeflossen.

      PS: Wenn ich Ihren Maßstab zu Grunde lege, dann läuft es auf Softcover hinaus.

      Beste Grüße,
      Thies Lesch

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