Work in progress – Unternehmerische Risiken in Geschäftsmodellen (Teil 2)

Hier ist der zweite Teil der mehrteiligen Reihe.

Teil 1 zum Nachlesen: Work in progress – Unternehmerische Risiken in Geschäftsmodellen

Das Feedback und die Anmerkungen zum Teil 1 vielen überschaubar aus. Im Wesentlichen wurde Interesse signalisiert; der Vorschlag auch Nachhaltigkeitsrisiken mit zu berücksichtigen war die einzige inhaltliche Anmerkung.

Somit sieht der Arbeitsstand wie folgt aus:

WertschöpfungsartWertschöpfungsgruppeWertschöpfungsschrittBeschreibungnatürlicher MitigantAlternativer Mitigant (Finanzprodukt)
BeschaffungProduktentwicklungProduktentwicklungFalsche Einschätzung der MarktchancenMarktforschung
BeschaffungProduktentwicklungProduktentwicklungGescheiterte Produktentwicklung (zu spät/zu teuer)Projektplanung/-controlling
BeschaffungRohstoffe, Hilfsstoffe, BetriebsstoffeEinkaufFalsche Qualitäten, Mengen, TermineStücklisten, EinkaufsplanungAkkreditiv (zumindest in Bezug auf Spezifikationen), INCO-Terms
BeschaffungRohstoffe, Hilfsstoffe, BetriebsstoffeEinkaufSteigende RohstoffpreisePreispuffer in der Kalkulation oder Chargen-KalkulationRohstoffpreisabsicherung (synthetisch)
BeschaffungRohstoffe, Hilfsstoffe, BetriebsstoffeEinkaufSteigende WechselkursePreispuffer in der Kalkulation oder Chargen-KalkulationWährungskurssicherung (synthetisch)
BeschaffungRohstoffe, Hilfsstoffe, BetriebsstoffeWareneingangslagerkeine ausreichende MengeLagerhaltungReverse-Factoring („Senkung“ der Lagerhaltungskosten)
BeschaffungRohstoffe, Hilfsstoffe, BetriebsstoffeWareneingangslagerBestände veraltenLagerhaltung, Stücklisten, Einkaufsplanung
BeschaffungKomponenten (beigestellte Produkte)EinkaufFalsche Qualitäten, Mengen, TermineStücklisten, EinkaufsplanungAkkreditiv (zumindest in Bezug auf Spezifikationen)
BeschaffungKomponenten (beigestellte Produkte)Einkauf(strategische) Abhängigkeit vom LieferantenAlternative Bezugswege, Eigentum an relevanten Produktionsteilen oder Werkzeugen (Verleihung an Lieferanten)
BeschaffungKomponenten (beigestellte Produkte)EinkaufHaftung für Produktfehler in der WeiterverarbeitungKauf beim europäischen Importeur statt Direkterwerb bei Drittstaaten oder Auftragsfertigung nach eigenen Vorlagen (mit eigener oder zertifizierter QS der Produktion).
BeschaffungKomponenten (beigestellte Produkte)Einkaufkeine ausreichende MengeLagerhaltungReverse-Factoring („Senkung“ der Lagerhaltungskosten)
BeschaffungKomponenten (beigestellte Produkte)EinkaufBestände veraltenLagerhaltung, Stücklisten, Einkaufsplanung (ggfs. Just-in time Lieferung)
Produktion
QuerschnittNachhaltigkeitEinkaufReputationsschaden
QuerschnittNachhaltigkeitEinkaufjuristische Verfügbarkeit des Gutes
QuerschnittNachhaltigkeitEinkaufdramatische Verknappung des Gutes
QuerschnittNachhaltigkeitVerkaufKompensation von Umweltverbrauch
QuerschnittNachhaltigkeitVerkaufReputationsschaden
(C) Thies Lesch, April 2021

Dieses Mal bitte ich um Feedback zu zwei Dingen:

  1. Struktur / Art und Weise der Aufstellung (gibt es bessere Ansätze?)
  2. Vollständigkeit = weitere Vorschläge für Geschäftsmodellrisiken, die aufzunehmen sind.

Ich freue mich – wie übrigens immer – auf aktive Rückmeldungen und Kommentare!

Herzlichen Dank!

Veröffentlicht von Thies Lesch, LL.M.

Thies Lesch (Baujahr 1972) studierte, nach Bankausbildung und Weiterbildung zum Handelsfachwirt, Betriebswirtschaft an der Fernuniversität in Hagen und schloss mit den Vertiefungen Bankbetriebslehre und Wirtschaftsinformatik als Diplom-Kaufmann ab. Mit einigen Jahren Abstand folgte in 2016 der Master of Laws in Wirtschaftsrecht an der Hamburger Fernhochschule HFH mit den Vertiefungsschwerpunkten Arbeitsrecht, Mediation und – als Abschlussthema – Kreditrecht. Die Masterarbeit „Negative Zinsen und das Kreditgeschäft: Rechtliche Herausforderungen für Banken in Deutschland“ wurde vom SpringerGabler-Verlag in das BestMasters-Programm aufgenommen und erschien im Januar 2017 als Fachbuch. Die über 25 Jahre Berufserfahrung erstrecken sich in verschiedenen Rollen und (Führungs-)Funktionen weitgehend auf das Firmenkunden(kredit)geschäft und nationale wie internationale Spezial-/Projektfinanzierungen. Thies Lesch ist ein ausgewiesener Experte in Vertriebsmanagement und Vertriebssteuerung mit ausgeprägter strategischer Kompetenz und hohen Change-Management-Skills. Sein Interesse gilt der Systematisierung im Vertrieb, der potenzialorientierten Marktbearbeitung und der Zukunftsfähigkeit des Produktangebotes von Banken und Sparkassen.

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