Was ist „big bath-accounting“?

(C) Thies Lesch 2015, Blick vom Rockefeller Center („Top of the Rock“)

Unter „big bath-accounting“ versteht man die systematische Ausnutzung aller bilanzieller Spielräume und Wahlrechte, um das Jahresergebnis möglichst schlecht aussehen zu lassen (Aufwand vorziehen, erhöhte Abschreibungen und Wertberichtigungen, Rückstellungen bilden, einhergehend mit pessimistischeren Prognosen, um die „Vorsicht“ zu rechtfertigen).

Das geschieht häufig dann, wenn Nachfolger in der Geschäftsleitung eines Unternehmens versucht die (wahrgenommene) Leistung seines Vorgängers zu schmälern („ein Heiligendenkmal einreissen“) – mit dem Ziel die Erwartung an die eigene Person zu senken und gleichzeitig „stille Reserven“ für die Zielerreichung in Folgeperioden zu legen, um dann auf diese Weise um so positiver „abzuliefern“ und gefeiert zu werden.

Das Private Banking-Magazin hatte in 2016 einen guten, ausführlichen Artikel dazu. (Link)

Veröffentlicht von Thies Lesch, LL.M.

Thies Lesch (Baujahr 1972) studierte, nach Bankausbildung und Weiterbildung zum Handelsfachwirt, Betriebswirtschaft an der Fernuniversität in Hagen und schloss mit den Vertiefungen Bankbetriebslehre und Wirtschaftsinformatik als Diplom-Kaufmann ab. Mit einigen Jahren Abstand folgte in 2016 der Master of Laws in Wirtschaftsrecht an der Hamburger Fernhochschule HFH mit den Vertiefungsschwerpunkten Arbeitsrecht, Mediation und – als Abschlussthema – Kreditrecht. Die Masterarbeit „Negative Zinsen und das Kreditgeschäft: Rechtliche Herausforderungen für Banken in Deutschland“ wurde vom SpringerGabler-Verlag in das BestMasters-Programm aufgenommen und erschien im Januar 2017 als Fachbuch. Die über 25 Jahre Berufserfahrung erstrecken sich in verschiedenen Rollen und (Führungs-)Funktionen weitgehend auf das Firmenkunden(kredit)geschäft und nationale wie internationale Spezial-/Projektfinanzierungen. Thies Lesch ist ein ausgewiesener Experte in Vertriebsmanagement und Vertriebssteuerung mit ausgeprägter strategischer Kompetenz und hohen Change-Management-Skills. Sein Interesse gilt der Systematisierung im Vertrieb, der potenzialorientierten Marktbearbeitung und der Zukunftsfähigkeit des Produktangebotes von Banken und Sparkassen.

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