Buchempfehlung: 13. Juli 1931 – Das Geheimnis der deutschen Bankenkrise

Das – inzwischen antiquarische – Buch handelt von der großen Deutschen Bankenkrise aus dem Jahr 1931 (Nordwolle/Danat-Bank) und von Ignoranz, falscher Taktiererei und Egoismen. Wenn man ehrlich ist, hat sich bis heute nur wenig geändert. Nach der Krise wurde in Deutschland das KWG eingeführt (= das letzte Gesetz, dass die Nazis nach der Machtübernahme unverändert von der Vorgängerregierung übernommen haben) und der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer entstand.

Ein geschichtlicher Abriss über diese Zeit findet sich auch auf Heise.de („als Appetithäppchen“):

https://www.heise.de/tp/features/80-Jahre-Bankenkrise-1931-Grossbanken-gerettet-Demokratie-verloren-3391267.html

Das Buch selbst arbeitet sich chronologisch – in Teilen fast tagebuchartig – durch die kritische Phase und zeichnet Abstimmungen wie Gesprächsverläufe nach.

Das Werk findet man zum Beispiel auch auf ZVAB:

https://www.zvab.com/9783781902565/Juli-1931-Geheimnis-deutschen-Bankenkrise-3781902560/plp

(Ich habe keinerlei Beziehungen zu ZVAB bzw. profitiere auch nicht von etwaigen Buchveräufen.)

Meiner Meinung nach ist das Buch für jeden Geschichtsinteressierten relevant, zumal es einen Einblick in die Politik der Weimarer Republik und den Reparationslasten aus dem ersten Weltkrieg bietet – und für jeden Bankinteressierten ohnehin, zumal es DER Scheidepunkt in das deutsche Bankwesen der Gegenwart war. (Über Bankenregulierung wurde spätestens seit 1923 immer wieder gesprochen, aber erst diese Krise führte zum politischen Handeln.)

Veröffentlicht von Thies Lesch, LL.M.

Thies Lesch (Baujahr 1972) studierte, nach Bankausbildung und Weiterbildung zum Handelsfachwirt, Betriebswirtschaft an der Fernuniversität in Hagen und schloss mit den Vertiefungen Bankbetriebslehre und Wirtschaftsinformatik als Diplom-Kaufmann ab. Mit einigen Jahren Abstand folgte in 2016 der Master of Laws in Wirtschaftsrecht an der Hamburger Fernhochschule HFH mit den Vertiefungsschwerpunkten Arbeitsrecht, Mediation und – als Abschlussthema – Kreditrecht. Die Masterarbeit „Negative Zinsen und das Kreditgeschäft: Rechtliche Herausforderungen für Banken in Deutschland“ wurde vom SpringerGabler-Verlag in das BestMasters-Programm aufgenommen und erschien im Januar 2017 als Fachbuch. Die über 25 Jahre Berufserfahrung erstrecken sich in verschiedenen Rollen und (Führungs-)Funktionen weitgehend auf das Firmenkunden(kredit)geschäft und nationale wie internationale Spezial-/Projektfinanzierungen. Thies Lesch ist ein ausgewiesener Experte in Vertriebsmanagement und Vertriebssteuerung mit ausgeprägter strategischer Kompetenz und hohen Change-Management-Skills. Sein Interesse gilt der Systematisierung im Vertrieb, der potenzialorientierten Marktbearbeitung und der Zukunftsfähigkeit des Produktangebotes von Banken und Sparkassen.

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